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Gertrud Richert
(1885–1965)



Gertrud Richert: Leben und Schaffen


1885 Geboren am 24. November in Groß–Strehlitz (Oberschlesien).
Eltern: Alexander Richert, Kgl. Zollinspektor, und Rose Schwéers. Ein Bruder (Johann Georg), eine Schwester.
Höhere Töchterschule in Liebau, seit 1896 in Stettin; 1904 Lehrerinnen–Examen.
1907 Nach privater Vorbereitung Reifeprüfung am St. Johann–Realgymnasium in Danzig.
Studium der romanischen und germanischen Philologie und der Geschichte in Berlin (6 Semester), Paris und Heidelberg (je 1 Semester).
1912 Staatsexamen (Lehramt an Höheren Schulen).
1913 Promotion über "Die Anfänge der romanischen Philologie und die deutsche Romantik" bei H. Morf und E. Schmidt (Berlin).
1914 – Schuldienst: Vertretungsstelle an der Luisenschule, Berlin.
1916 – Studium der Kunstgeschichte in München.
1920 – 34   Spanienaufenthalt. Zunächst in Madrid, seit 1921 in Barcelona. Dreijähriges Stipendium des Ayuntamiento Barcelona für Untersuchungen über "Mittelalterliche Malerei in Spanien" (erschienen 1925).
Profesora encargada an der Universität Barcelona für deutsche Kunstgeschichte (1933–34).
Teilnahme an Ferienkursen und Vorträgen in Coimbra und Porto.
1935– Am 1. Februar Einstellung als "Referentin für Spanien, Portugal, Argentinien, Uruguay und Paraguay" (auch: "Referentin für Kunstgeschichte") im IAI.
Gertrud Richert war Nachfolgerin von Ingeborg Richarz Simons, die aus Gesundheitsgründen ausgeschieden war (Faupel in der Personalakte). Die Stelle war damals die einzige Planstelle des IAI für Wiss. Ang. (PAT X, 5.200 RM/Jahr). Bei der Einstellung wurde die bisherige Tätigkeit in Spanien angerechnet (Vergütungsdienstalter: 1. 2. 1926; die Rente war damit abgedeckt).
Außer zwei – laut Lebenslauf bereits in Spanien geschriebenen Beiträgen zur mittelalterlichen Kunst hat sie bis Kriegsende einen Aufsatz über Humboldt und einen über Rugendas veröffentlicht. Die übrigen Texte liegen mehr oder weniger im Bereich der Kulturpolitik und der Öffentlichkeitsarbeit. Zu einem wesentlichen Teil hat sie in dieser Zeit repräsentative Funktionen wahrgenommen: Veröffentlichungen in der Tagespresse, Interviews, Empfänge, Ausstellungen und ähnliche Veranstaltungen, auf denen sie sich – ohne Mitglied der NSDAP zu sein – sehr linientreu zeigte (Anl. 1).
Nach Kriegsende hat sie sich zwar von dieser Linie distanziert (Anl. 2), aber ihre Entnazifizierung – wegen Zugehörigkeit zum IAI – stieß trotzdem auf Schwierigkeiten (Anl. 3). Sie gehörte mit Hagen, P. Bock, Oehlke und Kutscher – zu den fünf Referenten, die das Institut über die Nachkriegsjahre brachten, hat aber dabei keine besondere Rolle gespielt: "Frl. Dr. Richert soll sich [an Katalogarbeiten] unter Anleitung von Frl. Dr. Oehlke beteiligen. ... [Sie] wird in Zukunft auch die Sorge für die Magazine tragen" (Referentenbesprechung am 14. 2. 1947; Nachlaß Kutscher 1.4).
Ihr Arbeitsverhältnis endete 1950/52 – rechnerisch am 24. 11. 1950 – wegen Erreichung der Altersgrenze. Sie wohnte jedoch weiterhin bis zu ihrem Tode in einem der Keller des Lankwitzer Hauses und galt dadurch bis 1965 als Referentin des IAI.
1937 Bis Schließung der Friedrich–Wilhelms–Universität (SS 1944) Vorlesungen über spanische Kunstgeschichte im Rahmen des Programms "Für Hörer aller Fakultäten" (2 Wochenstunden).
1938 Austritt aus der evangelisch–lutherischen Kirche.
1942 Erste Beschäftigung mit Rugendas (Aufsatz im IAA). Anlaß war vermutlich die Übernahme der Ölstudien durch das IAI. Korrespondierendes Mitglied der Real Academia de San Fernando, Madrid (seit 1942) und der Academia de Buenas Letras, Barcelona.
An der (kurzfristig abgesetzten) 450 –Jahr–Feier der Entdeckung Amerikas mit einer Ausstellung "Deutsche Künstler in Ibero–Amerika" beteiligt.
1948 – 52 Lehrtätigkeit an der Pädagogischen Hochschule, Berlin.
1948 – 65 Lehrbeauftragte, seit 1952 Lektorin für Spanisch und Portugiesisch an der Freien Universität (4 + 4 Wochenstunden). Außerdem (unregelmäßig) Vorlesungen über spanische Kunstgeschichte (1 Wochenstunde).
1952 Erstes Rugendas–Buch; erweiterte Fassung 1959.
1958 Rugendas–Ausstellung der Kunstbibliothek und der Ibero–Amerikanischen Bibliothek (Berlin, 29. 5. – 30. 6. 1958). Anlaß war der 100. Todestag von Rugendas. Gertrud Richert traf die Auswahl der Exponate und schrieb ein Faltblatt zur Ausstellung.
1959 Rugendas–Ausstellungen in Chile und Mexiko aus Anlaß des 100. Todestages Alexander von Humboldts. Veranstaltet vom Auswärtigen Amt in Verbindung mit der Universidad de Chile, bzw. dem Instituto Nacional de Bellas Artes und dem Instituto Nacional de Antropologia e Historia in Mexiko–Stadt. Die Exponate kamen im wesentlichen aus der Staatlichen Graphischen Sammlung München, deren Direktor Peter Halm einen biographischen Text über Rugendas für den Katalog schrieb. Von Gertrud Richert stammen die Einführungen "Rugendas in Chile" und "Rugendas in Mexiko" und die entsprechenden Katalogteile.
1960 Rugendas–Ausstellung in München. Die aus Chile und Mexiko zurückgekehrten Exponate wurden in der Staatlichen Graphischen Sammlung noch einmal gezeigt. Der entsprechende Katalog bringt nur eine bearbeitete deutsche Fassung von Halms Text (Frl. Richerts Einführungen über Chile und Mexiko hätten für diese Ausgabe in Deutsch zusammengefaßt werden müssen). Laut Vorwort wurde er von "Fräulein Dr. Gertrud Richert und Dr. Wolfgang Wegner" bearbeitet. Vermutlich bestand Frl. Richerts Beteiligung an dem Unternehmen darin, daß Wegner (Oberkustos in München) bei der Zusammenstellung des Katalogteils ihre Angaben in den beiden vorangegangenen Katalogen benutzt hat.
1965 Gestorben am 5. November in Berlin–Lankwitz an den Folgen eines Verkehrsunfalls.


Quelle: Vollmer, Günter: Nachlass Richert: Materialien zur spanischen und lateinamerikanischen Kunst und Kunstgeschichte. Berlin, Ibero-Amerikanisches Institut, 1988: 5–10. (leicht modifiziert) (ais, gbb)

Für den Text danken wir Ulrike Mühlschlegel vom Ibero-Amerikanischen Institut Berlin.

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Gertrud Richert: Veröffentlichungen


  • Die Anfänge der romanischen Philologie und die deutsche Romantik. Diss., Berlin. XIII, 100 pp., Halle: Karras, 1913. [SB, Sign.: Phil. Diss. Berlin, Sign.: 15, 1913R]
  • Mittelalterliche Malerei in Spanien. Katalanische Wand– und Tafelmalereien. 76 pp., 111 Tafeln, Berlin– Ernst Wasmuth, 1925. Spanische Ausgabe: La pintura medieval en España. Pinturas murales y tablas catalanas. Traducción del alemán por José Ontañón. 84 pp., 111 Tafeln, Barcelona: Gustavo Gili, 1926.
  • Barcelona. 216 pp., 166 Abb. im Text, Hamburg und Berlin: Hanseatische Verlagsanstalt, 1927 (Veröffentlichungen des Ibero–Amerikanischen Instituts).
  • Land und Leute in Spanien. Neubearbeitet [nach den Ausgaben von Francisco Fronner] von Gertrud Richert. XVI, 469 pp., Berlin: Langenscheidt, 1928 (Langenscheidts Handbücher für Auslandskunde).
  • El arte en Portugal. Conferencia. 10 pp., 12 Abb., Madrid 1929 (Conferencias dadas en el Centro de Intercambio Intelectual Germano–Español, 21).
  • "Der Anteil der deutschen Forschung an der spanischen Kunstgeschichte." In Ibero–Amerikanisches Archiv, 4.4: 511–529, Bonn 1930.
  • "Vom heutigen Spanien." In Handbuch der Spanienkunde, pp. 384–406, Frankfurt: Moritz Diesterweg, 1932.
  • "Das Museum Machado de Castro in Coimbra." In Ibero–Amerikanisches Archiv, 6.4: 321–338, Bonn 1933.
  • "0 Museu de Arte Antiga em Lisboa. Das Museum für alte Kunst in Lissabon." In Ibero–Amerikanisches Archiv, 8.2: 115–132, Bonn 1934.
  • "El retablo de Santa Clara y Santa Catalina en la Catedral de Barcelona." In Investigación y Progreso, 8.11: 313–320, Madrid 1934.
  • "Zu Heinrich Finke's 80. Geburtstag." In Ibero–Amerikanisches Archiv, 9.2: 91–93, Bonn 1935.
  • "Von moderner argentinischer Kunst." In Ibero–Amerikanisches Archiv, 10.3: 263–270, Bonn 1936.
  • "Juan Valdés Leal, Murillos großer Zeitgenosse in Sevilla." In Pantheon, 18.9: 290–294, München 1936.
  • "Vom Altar des hl. Vincens von Nuno Gonçalves." In Spanische Forschungen der Görresgesellschaft: I. Gesammelte Aufsätze zur Kulturgeschichte Spaniens, 6: 327–339, Münster 1937.
  • "Chilenische Kunst in Berlin." In Ibero–Amerikanisches Archiv, 12.3: 385–387, Bonn 1938.
  • "Ein chilenischer Bildhauer: Samuel Román Rojas." In Die Kunst, 40.5: 153–154, München 1939.
  • "Portugal in Vergangenheit und Gegenwart. Ausstellung in der Staatsbibliothek Berlin, April 1939." In Ibero–Amerikanisches Archiv, 13.1: 13–21, Bonn 1939.
  • "Velázquez." In Westermanns Monatshefte, 84.12: 214–216, Braunschweig 1939.
  • "Jaime Huguet. Kataloniens bedeutendster Maler des 15. Jahrhunderts." In Pantheon, 27.3: 57–62, München 1941.
  • "Spanische Gemälde im Kunsthistorischen Museum in Wien." In Ibero–Amerikanisches Archiv, 15.1/2: 1–19, Bonn 1941.
  • "Alexander von Humboldts Kunstbeziehungen zu Ibero–Amerika." In Ibero–Amerikanisches Archiv, 15.3/4: 108–118, Bonn 1941/42.
  • "Spanische Kunst in Berlin." In Frauenkultur. Zeitschrift des Deutschen Frauenwerkes, Jg. 1942 (April): 8–9, Leipzig, Berlin und Wien 1942.
  • "Johann Moritz Rugendas. Ein deutscher Maler aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Ibero–Amerika." In Ibero–Amerikanisches Archiv, 16.3/4: 67–94, Bonn 1942/43.
  • "Die Beziehungen des Grafen Schack zu Portugal." In Ibero–Amerikanische Rundschau, 8.11: 161–162, Hamburg 1943.
  • "As igrejas românicas portuguesas e a arquitectura eclesiástica românica do ocidente." In Ensayos y Estudios, 5.1/2: 47–57, Bonn 1943.
  • "Nationale Elemente in der deutschen und spanischen Kunst." In Ibero–Amerikanisches Archiv, 17.3/4: 90 – 108, Bonn 1943/44.
  • "Ausstellung des portugiesischen Malers Carlos Carneiro." In Ibero–Amerikanisches Archiv, 17.3/4: 134–135, Bonn 1943/44.
  • "EI Greco." In Bildende Kunst, 2.11/12: 3–9, Berlin 1948.
  • Johann Moritz Rugendas. Ein deutscher Maler in Ibero–Amerika. 148 pp., 8 Tafeln München–Pasing: Filser–Verlag, 1952. Spanische Fassung, übersetzt von Carlos Pantoja Gómez: "Johann Moritz Rugendas. Un pintor alemán en Ibero–América." In Anales de la Universidad de Chile, 117/118 (extraordinario): 311–353, Santiago 1959/60.
  • "La correspondencia del pintor alemán Juan Mauricio Rugendas." In Boletin de la Academia Chilena de la Historia, 19.2: 137–155, 20.1: 157–184, 20.2: 183–209, 21.1: 149–173, 21.2: 91–148, Santiago 1952–54.
  • Manual de la lengua española. Por Gertrud Richert y Julio Cortés. 181 pp., Zürich: Scientia AG/Berlin und Köln: Albert Nauck/Wien: Gallus, 1954.
  • "Zu Grecos Pfingstbild." In Das Münster, 10.9–10: 344–346, München 1957.
  • "Der deutsche Meister Anye Bru, der Maler der Tafeln vom Altarwerk aus San Cugat del Vallés." In Spanische Forschungen der Görresgesellschaft: I Gesammelte Aufsätze zur Kulturgeschichte Spaniens, 13: 229–238, Münster 1958.
  • "Mexikanische Malereien von Johann Moritz Rugendas." Faltblatt zur Ausstellung der Kunstbibliothek und der Ibero–Amerikanischen Bibliothek, Berlin 1958. 3 pp.
  • Johann Moritz Rugendas. Ein deutscher Maler des 19. Jahrhunderts. 139 pp., 8 Tafeln, 91 Abb., Berlin: Rembrandt–Verlag, 1959.
  • "Johann Moritz Rugendas en Chile." In J. M. Rugendas, 1802 – 1855. Exposición en Chile. 1959, pp. 10–18, München: Prestel Verlag, 1959. Katalog einer Ausstellung in Santiago (32 pp., 16 Abb.); Auswahl und Beschreibung der 111 Exponate von Gertrud Richert.
  • ["Johann Moritz Rugendas en México."] In J. M. Rugendas, 1802–1855. Exposición en México. 1959, pp. 14–18, München: Prestel Verlag, 1959. Katalog einer Ausstellung in México DF (38 pp., 40 Abb.); Auswahl und Beschreibung der 169 Exponate von Gertrud Richert.
    Abdruck in: Johann Moritz Rugendas, 1802–1858. Reisestudien aus Lateinamerika, pp. 12–16, Bonn 1970. Katalog einer Ausstellung im Ibero–Club Bonn e.V. (21. 1. – 15. 2. 1970, 53 Exponate; 16 pp., 8 Abb.).
  • Johann Moritz Rugendas, 1802–1858. Reisestudien aus Südamerika. Ausstellung in der Staatlichen Graphischen Sammlung München, 1960. 32 pp., 32 Abb., München: Prestel Verlag, 1960. Katalogteil (217 Exponate) bearbeitet von Gertrud Richert und Wolfgang Wegner.
  • "Malerei und Skulptur in Ibero–Amerika." In Ibero–Amerika, pp. 52–58, Hamburg: Übersee–Verlag, 1960.
  • "Königliche Frauen aus dem Hause Aviz." In Portugiesische Forschungen der Görresgesellschaft: I. Aufsätze zur portugiesischen Kulturgeschichte, 1: 140–152, Münster 1960.
  • "Johann Moritz Rugendas no Brasil." In Humboldt. Revista para o Mundo Luso–Brasileiro, 1.1: 19–24, Hamburg 1961.
  • "Der österreichische Maler Thomas Ender in Brasilien." In Actas: 5. Colóquio Internacional de Estudos Luso–Brasileiros, Coimbra 1963, 4: 495–501, Coimbra 1966.
  • Obras de arte en el Instituto Ibero–Americano de Berlín. / Kunstwerke im Ibero–Amerikanischen Institut Berlin. Spanische Übertragung und Zusammenstellung des Katalogteils von Alden Dittmann. 43 pp., 12 Abb., Berlin: Colloquium Verlag, 1966 (Miscellanea Ibero–Americana, 2).

Quelle: Vollmer, Günter: Nachlass Richert: Materialien zur spanischen und lateinamerikanischen Kunst und Kunstgeschichte. Berlin, Ibero-Amerikanisches Institut, 1988: 5–10. (leicht modifiziert) (ais, gbb)

Für den Text danken wir Ulrike Mühlschlegel vom Ibero-Amerikanischen Institut Berlin.



Ergänzung

  • "Aus dem Briefwechsel der Brüder Grimm mit Romanisten und Schriftstellern." In: Archiv für das Studium der Neueren Sprachen und Literaturen 134 (1916): 339–371; ASNS 135 (1916): 320–347; ASNS 138 (1919): 73–98. (gbb)
  • "Moderne katalanische Malerei." In: Ibérica. Zeitschrift für spanische und portugiesische Auslandskunde 4 (1926): 51-53. (gbb)

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Gertrud Richert: Nachrufe, Würdigungen, Festschriften


Nachruf

Im Alter von 80 Jahren verstarb in Berlin nach einem arbeitsreichen Leben intellektuellen Schaffens Doktor Gertrud Richert [im Original irrtümlicherweise Rickert]. Sie unterrichtete Spanisch und Portugiesisch und widmete sich, neben berühmten, vom humanistischen Geist inspirierten Deutschen, voll und ganz dem Unterricht. Als Wissenschaftlerin arbeitete sie über die aufgefundenen persönlichen Dokumente des überaus bekannten bairischen Künstlers Johann Moritz Rugendas, den Maler unserer Sitten und Gebräuche. Ein Teil der Korrespondenz wurde in diesem Bolletín veröffentlicht [in den Jahren 1952 bis 1954 in den Nummern 19/2, 137–155; 20/1, 157–184; 20/2, 183–209; 21/1, 149–173; 21/2, 91–148]. Das Ergebnis ihrer anhaltenden Nachforschungen ist ihr Buch Johan[n] Moritz Rugendas [deutsche Ausgabe München–Pasing: Filser 1952], deren erste Auflage von Professor Pantoja übersetzt und in den "Anales de la Universidad de Chile" [Nº 117/118 (1959/1960), 311–353] veröffentlicht wurde. Unermüdlich in ihrem eifrigen Streben, führte sie ihre Studien im Rahmen des Ibero–Amerikanischen Instituts in Berlin fort, wo sie als Angestellte und guter Geist ihr Leben verbrachte. Sie verfasste die Einführung zum sorgfältig gestalteten Katalog der Ausstellung zu Rugendas [München: Prestel 1959], eine Ausstellung, die in Chile von Vertretern der Bundesrepublik Deutschland eröffnet wurde. Aus dieser Zeit stammt ihre Zuneigung zu Chile, einem Land, dem sie auch aus der Ferne eng verbunden war dank der zahlreichen Freunde, die heute mit großem Kummer den schmerzlichen Verlust beklagen. [gez. E. P. S.]



Quelle: Boletín de la Academia Chilena de la Historia 74 (1966): 138. (Übersetzung gbb)

Für den Text danken wir Ulrike Mühlschlegel vom Ibero-Amerikanischen Institut Berlin.

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Gertrud Richert: Ergänzungen


Zum Nachlass Richert vgl. http://www.iai.spk-berlin.de/biblioth/nachl/nachld.htm bzw. speziell [pdf]:

213. Richert, Gertrud (1885-1965)

  • P: Kunsthistorikerin, Spanienaufenthalt 1920-1934, 1935-1952 im IAI Referentin für Spanien, Portugal, Argentinien, Uruguay, Paraguay und Kunstgeschichte. Von 1948 bis 1965 außerdem Lehrbeauftragte für Spanisch und Portugiesisch an der FU-Berlin.
  • I: Spanische und portugiesische Kunstgeschichte, Ausstellungsplanung zu Rugendas.
  • U: 21 Kapseln, davon 16 Kapseln mit Fotografien und Reproduktionen von Kunstwerken. Umfangreiche Bildmaterialien, Notizen, Vortragsmanuskripte, persönliche Papiere, Kunstpostkarten, Briefe.
  • E: Inventar (G. Vollmer 1988).

Erklärung der verwendeten Abkürzungen:

  • - P: Informationen zur Person. Liegen keine Informationen vor, so wurde die Kategorie nicht angewendet.
  • - I: Kurze Beschreibung des Inhaltes.
  • - U: Angaben zum Umfang.
  • - E: Erschließungszustand. Ist das Material nicht erschlossen, so wurde auf diese Kategorie verzichtet.


Quelle: Schumacher, Gudrun; Wolff, Gregor: Nachlässe, Manuskripte und Autographen im Besitz des IAI. Berlin, Ibero-Amerikanisches Institut, November 2004: 58. (gbb, cm)

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