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Luise Ey
(1854–1936)



Luise Ey: Leben und Schaffen


L(o)uise Friederike Ey wurde am 18. Februar 1854 in Thüringen geboren. Sie starb am 17. Mai 1936 in der Nähe Hamburgs.
Nach dem Abschluss an der Musikakademie in Berlin unterrichtete sie dort das Fach Klavier. In Lübeck legte sie das Lehrerinnenexamen ab. Danach war sie zwei Jahre lang am Prinzessin–Wilhelm–Stift in Karlsruhe tätig.
Nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Paris ging sie 1883 nach Porto, um dort an einer deutschen Schule Französisch zu unterrichten. Von 1886 an gab sie Privatunterricht (Sprachen und Musik) und vertiefte ihre Kenntniss des Portugiesischen.
1896 kehrte sie nach Deutschland zurück, wo sie sich der Verbreitung von Sprache und Kultur Portugals widmete, einem Land, das sie als zweite Heimat betrachtete und das sie stets mit Hilfe intellektueller Bande mit ihrem "Geburtsland" zu verbinden suchte. Sie war eine enge Freundin von Carolina Michaëlis de Vasconcelos, von der sie wertvolle Informationen und Anregungen erhielt (s. Eintrag auf dieser Homepage [Link]).
1905 kehrte sie nochmals nach Portugal zurück, wo sie bis Ende 1906 blieb.
Von 1909 an gab sie in Hamburg Portugiesischunterricht, zunächst am Kolonialinstitut, später, seit deren Gründung, an der Universität (1919 bis 1923).
Sie übersetzte zahlreiche Werke portugiesischer Schriftsteller und trug so dazu bei, Trindade Coelho, Guerra Junqueiro, Júlio Dantas, Correia de Oliveira und Eça de Queiroz einem deutschen Publikum bekannt zu machen (vgl. die Bände der Reihe "Neuere portugiesische Schriftsteller", die zwischen 1918 und 1926 bei Julius Groos in Heidelberg erschienen).
1902 verfasste sie mit Hilfe der persönlichen biographischen Angaben die "Autobiographie" Trindade Coelhos, ein Werk, das nicht für die Veröffentlichung bestimmt war.
Luise Ey war Mitglied in zahlreichen Vereinigungen (Allgemeiner Deutscher Schriftstellerverband, deutsche und internationale Frauenvereine, Gesellschaft für Romanische Literatur in Dresden). Sie war Ehrenmitglied in der Gesellschaft für Portugiesische Studien in Paris und seit 1906 Korrespondierendes Mitglied der Geographischen Gesellschaft in Lissabon.
1924 wurde ihr der Santiago–Orden verliehen. 1934 wurde sie von der portugiesischen Regierung mit dem Orden für Öffentlichen Unterricht (Ordem de Instrução Pública) ausgezeichnet.



Quelle: Modifizierte Übersetzung nach M. Fátima Viegas de Figueiredo Brauer: "Louyse Ey e as suas relações com Portugal." In: Runa 3 (1985): 89–113, hier 92–93. Der Artikel enthält auch Auszüge aus Luise Eys Briefen. Übersetzung Gabriele Beck–Busse.

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Luise Ey: Veröffentlichungen


Wichtigste Werke:
  • Taschenwörterbuch der portugiesischen und deutschen Sprache. Berlin, 1909.
  • Portugiesische Konversationsgrammatik. Heidelberg, 1910.
  • Portugiesisch – Brieflicher Sprach– und Sprech–Unterricht für das Selbststudium der portugiesischen Sprache. Methode Toussaint–Langenscheidt. Berlin, 1922.
  • Portugiesische Konversations–Grammatik. Methode Gaspey–Otto–Sauer. Heidelberg, 41926.
  • Der portugiesische Korrespondent. Stuttgart, o.J.
  • Taschenwörterbuch und Phraseologie der Portugiesischen Handelskorrespondenz: als Anhang zum portugiesischen Korrespondenten. Stuttgart, 1925.
  • Portugiesisch II – 50 Handelsbriefe in portugiesischer Sprache. Stuttgart, 1937.
  • Kleine portugiesische Sprachlehre. Heidelberg, 1928.

Darüber hinaus verfasste sie zahlreiche Artikel über Portugal und die Portugiesen, die in deutschen und österreichischen Tageszeitungen und Zeitschriften veröffentlicht wurden.



Quelle: Nach M. Fátima Viegas de Figueiredo Brauer: "Louyse Ey e as suas relações com Portugal." In: Runa 3 (1985): 93.

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Luise Ey: Nachrufe, Würdigungen, Festschriften


Würdigungen
  • M. de Paiva Boléo, "D. Luísa Ey (1854–1936)", In: Boletim do Instituto Alemão da Universidade de Coimbra vol. 6–7, Coimbra 1937, 218–220.
  • Melo Furtado, "Luisa Ey", In: O Diabo (Lisboa), Ano III, nº 123, 1–11–1936.
  • Gertrud Richert, "Zum Gedächtnis von Luise Ey", In: Ibero–Amerikanisches Archiv 10 (1936/37), 189.
  • E. A. Strasen & A. Gândara, "D. Luísa Ey, grande divulgadora da língua e da cultura portuguesas" In: Oito Séculos de História Luso–Alemã, Ibero–Amerikanisches Institut Berlin 1944, 376–378.


Quelle: Nach M. Fátima Viegas de Figueiredo Brauer: "Louyse Ey e as suas relações com Portugal." In: Runa 3 (1985): Fn. 5. (gbb)

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Luise Ey: Dokumente


Porträts von Luise Ey:

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Für die Fotografien danken wir Dr. M. Fátima Brauer de Figueiredo (Hamburg).



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Luise Ey: Ergänzungen


Siehe ferner:

Zusammengestellt von Gabriele Beck-Busse.

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